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8) Yājñvalkya:


Foto: © Franz Rickinger

Yājñvalkya war der Lehrer von König Janaka, welcher wiederum den Sohn von Vyasa, Shukadeva, unterwies, wie es im Yogavasishta ua heißt. Nachdem dies also die Weitergabe des Wissens von Vyasa zu dessen Sohn Shukadeva betrifft, erwähne ich sowohl Yājñvalkya als auch König Janaka, obwohl beide in der Gurupuja, welche der "TM-Puja" zumindest zugrundeliegt, nicht explizit erwähnt werden.

 

 

 

Ua. bei Wikipedia (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Yajnavalkya) ist zu finden, daß  Yājñvalkya der spirituelle Lehrer sowie Hofweise von König Janaka war. König Janaka war wiederum - für eine andere Annahme gäbe es keinen Anlaß findet man u.a. bei Winternitz - der Vater von Sita, welche nunmal im Ramayana eine der Hauptrollen spielt. (Siehe "3)Rishi Vasishta").

Yājñvalkya unterwies desweiteren seine Ehefrau namens Maitreyi:

Siehe dazu:

 

     >>   
   

Inhaltsverzeichnis

IIIIV. Yâjñvalkyîyaṃ Kâṇḍam.

 
XXIII 

III, 1—9. Yājñvalkya beweist seine Überlegenheit gegen neun Unterredner

 

427

IV, 1—2. Yājñvalkya kritisiert vor Janaka sechs Definitionen des Brahman; Schicksal der Seele nach dern Tode

 
457 

IV, 3 — 4. Yājñvalkya blehrt den Janaka über Wachen, Traum, Tiefschlaf,Tod und Erlösung

 
466 

5. Gespräch des Yājñvalkya mit Maitreyî (= II,4)

 
481 

6. Lehrerliste  

486 
<<   

"Sechzig Upanishad's des Veda", aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen, Professsor an der Universität Kiel, zweite Auflage, Leipzig: F.A. Brockhaus, 1905

 


Sureshwaracharya's Kommentar zur "Maitreyi-Upanishade" findet man in Englischer Sprache - übersetzt von Hino Shoun - etwa via der Bayerischen Staatsbibliothek unter: "Surésvara's Vārtika on Yājñavalkya-Maitreyī dialogue: Bṛhadāraṇyakopaniṣad 2.4 and 4.5".

 

Walter Ruben betrachtete die klassische Indische Philosophie ebenso wie die alten indischen Philosophen konsequent unter dem Blickwinkel des dialektischen  Materialismus. Im Zusammenhang mit der Zenkunst des "Bogenschießens" verwickelte er sich dabei in einen Widerspruch: Wenn er doch die Zenkunst des Bogenschießens nicht leugnen konnte und auch nicht leugnete (Siehe Seite 156 in seiem Buch "Geschichte der indischen Philosophie), weil ja "materialistisch nachprüfbar", so räumte er jedoch, ungerechtgertigterweise nicht ein, daß dann sowas wie eine "Erkenntnis" infolge solcher yogischer Praxis (Walter Ruben nannte es "Yogatrance") wie jener jener Zen-Mönche, insofern nachgewiesenerweise nicht als unmöglich bewiesen werden kann können. Man müßte solchen "meditativ-yogischen"- Zugang zu "Erkenntnis" (siehe "vedische Erkenntnis") auch als ungefährlicher möglich ansehen bzw nicht-auschließen, als wie die "Bogenschießkunst". Bei der "Bogenschießkunst" ist die Gefahr eines  Fehlschusses grundsätzlich nicht auschließbar ist.  Solchig erlangte "Erkenntnisse" würde man nunmal anschließend mit kritischem Verstand ebenso betrachten können,was nunmal die wesentliche Aufgabe von KommentatorInnen der Veden udgl beinhaltet, als auch mit eigenen Erfahrungen bei Ausübungen korrekter Meditation vergleichen  können. Shankara und Andere haben nun Upanishaden oder auch das "Ende des Veda", den "Vedanta" im Lichte ihrer eigenen Verständnisse - auch auf der Basis ihres eigenen Meditationserfolgs (eigner Realisierung) betrachtet.

Siehe dazu: "Geschichte der Indischen Philosophie", Deutscher Verlag der Wissenschaften, Walter Ruben, Berlin, 1954.

Auf Seite 91 bezeichnet Walter Ruben den Yājñvalkya etwa als "metaphysischen Idealisten". Insbesondere im Kapitel "9. der Beginn des Idealismus der Upanishaden als Reaktion gegen den Materialismus, Yājñvalkya, Ajāśatru und Pratadana.

Yājñvalkya, so bemerkt Walter Ruben auf Seite 90 unter Verweis auf BUp. III, 8,8 und III,9,28, daß gemäß Yājñvalkyas der Geist "als weder grob noch fein" bezeichnet werden kann. Walter Ruben geht an dieser Stelle darauf näher ein, daß bei Uddālaka, der Begriff des Feinen, seiner Ansicht nach, sehr unklar sei und er ergänzt auf Seite 91, daß er/man einzuräumen habe, daß - seiner Ansicht nach - bei Uddālaka dem "Seienden" noch nicht so recht nahe kommen könne, weil die "Ethnograpie noch nicht genügend helfen" könne.

Nunja Walter Ruben hat Yājñvalkya gegenüber eine distanzierte Haltung und lehnt dessen Lehre, wie auch den Rest gegenüber dem "Dialektischen Materialismus" schlichtweg ab. Da mag der eine oder andere, Lehren eines Vorgängers verbessert haben, aber insgesamt wäre das  alles ziemlich weltfremd und nichts im Vergleich zur Philosphie des "Dialektischen Materialismus".

Dennoch und das zeigt Walter Ruben's wissenschaftlich-kritische Haltung geht er doch auffallend detailliert ein.

In seinem Buch " Die Philosophen der Upanishaden" befaßt sich Walter Ruben sehr ausführlich mit Yājñvalkya und zwar widmet er ihm immerhin fast 40 Seiten, nämlich die Seiten 177 bis 218.

Siehe: Die Philosophen der Upanishaden, Walter Ruben, o. Prof. für Indologie, Unversität Ankara, Verlag A. Francke AG, Bern, 1947.

 

 

Betreffs Yājñvalkya's Unterweisung des König Janaka, siehe etwa:

Siehe dazu zB.:


* Bṛihadâraṇyaka-Upanishad, etwa Diderichs Gelbe Reihe, ISBN: 3-89631-426-2.

* www.forgottenbooks.com, Professor Deussen, "Sechzig Upanishads des Veda",  Seite 466,via: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#488

oder auch:  https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#17 für's Inhaltsverzeichnis.

 


* Das Yâjñavalkîyaṃ Kâṇḍam findet man dort ab Seite 426 bzw direkt per: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/426/mode/2up

* oder auch als Buch, neu aufgelegt - komplett neu abgetippt -: "Upanishaden - Die Geheimlehre des Veda", marix-Verlag, 2006, ISBN-10:3-86539-090-0 und ISBN-13: 978-386539-090-5, 1087 Seiten, ab Seite 463;

Das Yâjñavalkîyaṃ Kâṇḍam findet man dort ab Seite 525

 

Siehe auch: http://12koerbe.de/hanumans/brhad-3.htm

Im Vorwort zur Bṛihadâraṇyaka-Upanishad schreibt Professor Deussen u.a.:

 


* Die Übersetzung der Bṛihadâraṇyaka-Upanishad von Otto von Böhtlingk (erst der Text auf Sanskrit mit Anmerkungen zu einzelnen Stellen der Übersetzung auf Deutsch und dann ab Seite 87 von 194 der Text der Upanishade in deutscher Sprache: https://ia802703.us.archive.org/21/items/bhadrajakopanis00unkngoog/bhadrajakopanis00unkngoog.pdf

 

 

 

In Wikipedia (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Yajnavalkya) findet man betreffs der Werke des Yājñvalkya, daß ihm auch die Shatapatha Brahmana zugeschrieben werden (Etliche Teile daraus findet man in deutscher Überetzung bei Hillebrandt auf den Seiten 18 bis 32 in "Aus Brahmanas und Upanishaden", Gedanken altindischer Philosophen, übertragen von Alfred Hillebrandt, Eigen Diederichs verlag Jena, 6. und 7. Tausend, 1921, Leipzig 1942. Im 4.Ten und 5.Ten Tausend aus dem Jahre 1923, findet man es an denselben Seitenzahlen.


Die in  Wikipedia gemeinte Stelle "Teil I,2,4" in der Bṛihadâraṇyaka-Upanishad, findet man etwa via: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/382/mode/2up

Bṛihadâraṇyaka-Upanishad Teil II,4,5: siehe etwa:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/378/mode/2up:


https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/378/mode/2up

 

 

 

Ausführlicheres als bei Wikipedia findet man bei: https://wiki.yoga-vidya.de/Yajnavalkya

Der dortige Hinweis, daß die Shatapatha-Brahmana von Yajnavalkya zu stammen vermutet oder teils auch behauptet wird führt auf ein Verbindung zu einer Fußnote ( zu II, Fußnote (§) in Nyaya:

 

 

2) Die Satapatha-Brâhmana findet man auch in der neueren Ausgabe „Upanishaden, Die Geheimlehre der Inder“ (mit einem Vorwort von Helmuth von Glasenapp), Diederich's Gelbe Reihe, Heinrich Hugendubel Verlag 2003, ISBN 3-89631-426-2) in der Übersetzung von Alfred Hillebrandt, die erstmalig 1921 erschien auf den Seiten von Seite 32 bis 47; in dieser etwas freien Übersetzung - was sich darin zeigt, daß die Kapitel-Bezeichnungen udgl fehlen - findet man zB:

 

 

Die Arbeit von Professor Hillebrandt samt Foto und kurzer Biographie von ihm, findet man auch bei: https://www.pushpak.de/upani/upani001.html

(... Nachdem solche Links bisweilen dann nicht mehr funktionieren, etwa weil jene dortige umfängliche und sehr erfreuliche, geleistete Arbeit dann irgendwann nur noch in Buchform verfügbar sein wird, ist Buch immer noch die sichere Varianate, zumal heutzutage ja Bücher eigentlich auch auf echt umweltfreundliches Papier drucken würde können...)

 

https://archive.org/search.php?query=Satapatha%20Br%C3%A2hma%E1%B9%87a

führt aber auch auf 2 mehrbändige Werke zu den Brâhmaṇas und insofern besteht eine Chance es dort zu finden.

Das eine Werk ist von Max Mueller und das Andere von Julius Eggeling; diese beiden Werke sind in Englischer Sprache.

 

 

In https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.238711/page/n47/mode/2up, dem Werk von Julius Eggeling wird einerseits obiges Ereignis mit König Janaka erwähnt und andererseits Yajnavalkya  bereits sehr am Anfang erwähnt:

 

https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.238711/page/n3/mode/2up

 

 

 


https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.238711/page/n47/mode/2up


https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.238711/page/n51/mode/2up

 


(Anmerkung vom Verfasser der homepage: Man sieht, daß es bei dieser Angelegenheit, in welcher Yajnavalkya hier erwähnt wird, um eine Situation  geht, wo beiderlei mögliches Tun ungeeignet wäre; als Ausweg bleibt also "Ruhe" und in diesem Falle "Enthaltsamkeit". Hier wird als der "ruhende Pol", das "Transzendente" insofern thematisiert.


Auch auf Seite 76 des obigen Buches wird Yajnavalkya erwähnt, auch wenn der Autor sich da nicht ganz sicher ist, ob diese Zuordnung korrekt ist:


https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.238711/page/n121/mode/2up

 

 

 

Den Yajnavalkya-Yoga-Text aus dem ca 12'ten bis 13'ten Jahrhundert (u.a. gemäß Yogawiki) findet man an mehreren Stellen und in diversen Ausgaben:

- http://oaks.nvg.org/yajnavalkya-yoga.html

- https://www.vedicbooks.net/yogayajnavalkya-samhita-yoga-treatise-yajnavalkya-p-14523.html

- https://www.exoticindiaart.com/book/details/yogayajnavalkya-samhita-yoga-treatise-of-yajnavalkya-NAJ974/

- https://www.amazon.in/Yoga-Yajnavalkya-G-Mohan/dp/8185988153

- https://archive.org/details/Divanji1954

- https://www.indictoday.com/research/yoga-yajnavalkya-comparison-with-patanjalis-yoga-sutra/

 

 

 

Yajnavalkya wurde auch eine längere, zusammenhänge Passage im Mahabharata gewidmet:

http://www.mahabharata.pushpak.de/buch12/index.html
Kapitel 311 - Yajnavalkya über die Schöpfung
Kapitel 312 - Yajnavalkya über die Zeitspannen der Schöpfung
Kapitel 313 - Yajnavalkya über den Weltuntergang
Kapitel 314 - Yajnavalkya über das Selbst
Kapitel 315 - Yajnavalkya über die drei natürlichen Qualitäten
Kapitel 316 - Yajnavalkya über die Sankhya Theorie
Kapitel 317 - Yajnavalkya über die Yoga Praxis
Kapitel 318 - Yajnavalkya über den Tod
Kapitel 319 - Yajnavalkya über die Selbsterkenntnis

 

 

 

Es sei nicht verschwiegen, daß Herr Yajnavalkya in der "TM-Puja" nicht explizit erwähnt wird. Er ist aber sicherlich in die Kategorie (eine Zeile der TM-Puja) "Und vor Anderen, für die Tradition der Meister drücke ich meine Wertschätzung aus, 'spreche aus Lob und Anerkennung' " einzuordnen.

Im Abschnitt Mahanirvana Tantra gehe ich dabei etwas näher darauf ein und zwar im Zusammenhang mit den Ausführungen anhand der Bṛihadâraṇyaka-Upanishad.


Die Bṛihadâraṇyaka-Upanishad ist nunmal eine längere Upanishade und sie spiegelt das Zusammentreffen von weltlicher Macht (König Janaka) einerseits und "spiritueller Meisterschaft" andererseits wider. Da ist aber etwas, was eine Verständigung ermöglicht und das ist das Suchen des Königs nach gewissen Antworten einerseits und die Bereitschaft sich den konkreten und verborgenen Fragen führend, belehrend, erklärend, hilfreich in aller Objektivität, Gerechtigkeit, Unvereinnahmbarkeit und Fairness zu stellen, andererseits.

 

Betreffs des Redestreits dem sich Yājñvalkya am Hilfe des Königs Janaka stellte, siehe auch im Vayu-Purana:

"1.60 Die Aufteilung der Veden"

siehe:https://www.pushpak.de/vayu/va_b1k60.html

Im übrigen gibt es noch eine gesangliche Darbietung zu Yājñvalkya's Yoga von Uma Mohan.


Es gibt auch ein "Yājñvalkya-Gesetzbuch". Wieviel davon von Yājñvalkya stammt, was alles eingefügt, ergänzt oder auch weggelassen wurde, ist sehr wohl eine offene Frage. Sowie, lt. Prof Winternitz's "Geschichte der Indischen Litteratur", betreffs des Ramayana davon auszugehen ist, daß die Bücher 1 und 7 später eingefügt wurden, so wird das umsomehr für sowas wie ein "Gesetzbuch" gelten. Im Abschnitt über "Rishi Vasishta" ging ich bereits etwas davon ein, sodaß ich es hier derweilen belassen will:

Bequem lesbar ist, weil in deutscher Übersetzung seit 1849 vorliegend ist:

 >>

 

Yâjanvalkya‘s Gesetzbuch.

 

Sanskrit und Deutsch

 

herausgegeben

 

von

 

Dr. Adolf Friedrich Stenzler

 

ordentlicher Professor der Orientalischen Sprachen an der Universität Breslau

 

Berlin,

 

Ferd. Dümmler’s Buchhandlung,

 

LONDON,

 

WILLIAMS & NORGATE, 14 Henrietta Steet Covent Garden

 

1849

 

<<

 

In der bayerischen Staatsbibliothek heisst es dazu, u.a.: (Siehe

 

Yâjnavalkya's Gesetzbuch - BSB-Katalog (bsb-muenchen.de): 

Link auf diese Seite (August 2022 ok gewesen):

 

http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV006983123/ft/bsb10250980?page=5

siehe: https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV006983123

 

bzw:

 

https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10250980/bsb:BV006983123?lang=de&view=default&c=default&allDigIds=false&queries=%7C

 

Das Buch kann man nunmal Online lesen bei der Bayerischen Staatsbibliothek (www.bsb-muenchen.de): Ab Seite 154 findet man dann die Übersetzung ins Deutsche.

 

Nunja, da sind schon Passagen drinnen, die an Yajñavalkya erinnern; aber es sind da auch etliche Passagen (sog. "Gesetze") zu finden, die an Absurdität bis hin zu Grausamkeit schwerlich zu überbieten sind.

 

Bisweilen scheint auch nur ein "angenommen es wäre so... dann würde doch ... also kann doch die Annahme nicht richtig sein, dh muß als falsch angesehen werden" weggelassen worden zu sein.

 

Diese Seite wird im Laufe der Zeit noch überarbeitet und ergänzt; insbesondere sollte das "Yajnavalkyam" noch eingefügt werden...

 

 


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