Interessant ist dazu ua. auch zB. Das Kapitel "Die Predigt von Benares", betreffs "Buddha läßt das Rad der guten Lehre rollen. Der achtteilige Pfad und die Wahrheit von der Entstehung und Aufhebung des Leiden. Das rechte Sehen (Glauben). — Die Sittenlehre: Der Weg der Laien und der Mönche (Nonnen). Allgemeine Sittlichkeitslehre. Die fünf Verbote für den Hausvater, die weiteren für den Mönch. — Die Versenkung: Vorbedingungen. Die vier Stufen. Andere Meditationswege. Die letzten Wiedergeburten. Arhat, Pattshekabuddha, Sammasambuddha.",
Hillebrandt, Dr. Alfred, "Buddhas Leben und Lehre" von Dr. Alfred Hillebrandt, Professor an der Universität Breslau , im Verlag Ullstein / Berlin, Seite 54 bis inkl.68. in der Inhaltsübersicht am Buchanfang
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,,Es ist
der achtteilige Pfad: rechtes Sehen (Glauben), rechtes Wollen, rechtes Wort, rechte Tat, rechtes Leben, rechtes Sichbemühen, rechtes Sichbesinnen, rechtes Sichversenken. Das, ihr Bhikkhu, ist der vom Vollendeten erkannte Pfad der Mitte, der den Blick öffnet, die Erkenntnis öffnet, zu Frieden, Einsicht, Erweckung, Nirvana führt¹.,,Das ist, ihr Mönche, die edle Wahrheit vom
Leiden: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden,——————
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Ich gebe hier noch die Übersetzung dieser Reihe durch Oldenberg (Reden, S. 45): Rechtes Glauben, rechtes Entschließen, rechtes Wort, rechte Tat, rechtes Leben, rechtes Streben, rechtes Gedenken, rechtes Sichversenken. Pischel, Leben und Lehre, S. 28: Rechter Glaube, rechtes Sichentschließen, rechtes Wort, rechte Tat, rechtes Leben, rechtes Sichbemüheb, rechtes Gedenken, rechtes Sichversenken. Beckh, Buddha I, S. 67: Rechte Ansicht, rechter Gedanke (Entschluß), rechte Rede, rechte Tat, rechtes Leben, rechtes Streben, rechte Besinnung, rechte Meditation.56
Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden. Mit Unlieben vereint sein ist Leiden, von Lieben getrennt sein ist Leiden, seine Wünsche nicht erreichen ist Leiden: kurz, die fünf Gruppen des Haftens am Irdischen¹ sind Leiden.
,,Das, ihr Mönche, ist die
edle Wahrheit vom Entstehen des Leidens: es ist die Gier (der Durst), der von Wiedergeburt zu Wiedergeburt führt, der begleitet ist von Freude und Lust, die hier und dort sich vergnügt, nämlich die Gier nach sinnlicher Lust, nach Werden (Wiedergeburt), nach Vergehen (Tod oder Nichtsein)².,,Das ist die heiligeWahrheit von der
Aufhebung des Leidens: die vollständige Unterdrückung der Gier mit all ihrer Leidenschaft, ihr Aufgeben, sich von ihr lossagen, sich von ihr befreien, sie vertreiben.,,Das, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom
Weg zur Aufhebung des Leidens, das ist der edle achtteilige Weg: rechtes Sehen . . .,,,Das ist die heilige Wahrheit vom Leiden'. Über diese vorher nie gehörten Begriffe ging mir das Auge auf, ging mir die Erkenntnis auf, das Verständnis, das Wissen, das Licht. ,Diese edle Wahrheit vom Leiden muß man erkennen'; diese heilige Wahrheit
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Siehe S. 85 die fünf Skandha, ,,Gruppen", aus denen sich das Individuum zusammensetzt. Mit ihnen haftet es an den Dingen der vergänglichen Welt und kommt es zu Leiden.²
Hierzu bemerkt Beckh: ,,In jenem Daseinsüberdrusse, Jener Sehnsucht nach Nichtsein, sieht der Buddhismus nur eine ins Negative umgeschlagene sinnliche Begierde, die mit den anderen Arten der sinnlichen Begierde . . . durchaus auf eine Stufe gestellt wird .. Es ist daher ein vollkommenes Mißverständnis, die Lehre des Buddha als ein Evangelium des Weltekels oder Daseinsüberdrusses zu betrachten." Immerhin ist die Unterscheidung, in der Theorie wohl verständlich, der Wirklichkeit gegenüber nicht groß.57
vom Leiden habe ich erkannt. Über diese von mir vorher nie gehörten Begriffe ging mir das Auge auf, ging die Erkenntnis auf, das Verständnis, das Wissen, das Licht.
,,Das ist, ihr Mönche, die heilige Wahrheit von der Entstehung des Leidens; über diese von mir vorher. .."
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Hillebrandt, Dr. Alfred, "Buddhas Leben und Lehre" von Dr. Alfred Hillebrandt, Professor an der Universität Breslau , im Verlag Ullstein / Berlin, aus den Seiten 56, 57, 58
Fortsetzung folgt noch.
Auch insofern gibt es gemäß Buddha zwei im Alltag unterschiedliche Wege, den eines Mönches bzw einer Nonne und den Weg derer, die ein Familienleben und den damit verbundenen Alltag leben.